Ausdrucksmalen mit Kindern

FORTBILDUNG

ZIELGRUPPE

Die Weiterbildung richtet sich an Menschen aus pädagogischen, therapeutischen, sozialen und künstlerischen Arbeitsfeldern.

VORAUSSETZUNG
sind in jedem Fall eigene Erfahrungen im Ausdrucksmalen oder verwandten Methoden prozessorientierten Malens. Ausnahmen sind nur nach Absprache mit der Kursleiterin möglich.

MALEN
bedeutet für Kinder weit mehr als das Hervorbringen „schöner Bilder“. Es kann für sie eine tief greifende Hilfe in ihrer Entwicklung sein und ermöglicht ihnen von ihren Gefühlen, Erfahrungen, Konflikten und Bedürfnissen im Bild zu erzählen und so mehr und mehr zu sich selbst zu finden.

Das Ausdrucksmalen bietet dafür einen guten Rahmen und hat mittlerweile immer häufiger einen festen Platz in Kindergärten, Schulen und sozialen oder therapeutischen Einrichtungen. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes und die Notwendigkeit, Kindern solche besonderen Räume zu eröffnen, wird auch von der modernen Hirnforschung bestätigt.

Beim Ausdrucksmalen gibt es weder Themen noch Zielsetzungen, es geht nicht um das Erlernen von Maltechniken, es gibt kein richtig und kein falsch. Die Kinder können so, ohne Druck und Wertung, zu ihrem eigenen Ausdruck finden und ihre Möglichkeiten und Grenzen spüren.

Voraussetzungen dafür sind:
- Die besondere Gestaltung des Malraumes
- Das Wissen um die „Malsprache“ der Kinder
- Die wertfreie und vertrauensvolle Haltung der Malbegleitung

ZIEL
ist es, ein gutes „Handwerkszeug“ für das Ausdrucksmalen mit Kindern zu vermitteln, im Bezug auf Raumgestaltung und Rahmenbedingungen, Malmaterialien, Malentwicklung und Malbegleitung. Das Wissen um all diese Dinge fördert die eigene Sicherheit und hilft auch, die Arbeit gegenüber Eltern, Arbeitgebern und Institutionen zu begründen.

Um ein ganzheitliches Lernen und Verstehen zu ermöglichen, wechseln sich theoretische Anteile mit Selbsterfahrungselementen (Malen, Bewegungs- und Entspannungsübungen) ab.


FORTBILDUNGSINHALTE (je nach Kursumfang)

Einführung Ausdrucksmalen mit Kindern

  • Die verschiedenen Ansätze und ihre Rahmenbedingungen
  • Die jeweilige Grundhaltung der Begleitung
  • Welcher Ansatz ist wann sinnvoll?
  • Abgrenzung zu anderen Methoden
  • Raumgestaltung
  • Geeignete Malmaterialien
  • Sinnvolle Rituale
  • Ausdrucksmalen in verschiedenen Institutionen
  • Ein Ausdrucksmalatelier am eigenen Arbeitsplatz: Austausch und Beratung


Die Malbegleitung

  • Eigenes Malen und Begleiten im Atelier: Selbsterfahrung, Reflektion, Austausch
  • Die wertungsfrei und vertrauensvolle Haltung der Malbegleitung
  • Interventionsmöglichkeiten
  • Die Arbeit mit den Bildgeschichten
  • Der Umgang mit Eltern und Institutionen
  • Abschließender Austausch und Beratung


Bilder verstehen

  • Die „Malsprache“ der Kinder
  • Entwicklungspsychologie und Ausdruck nach M. Mahler und H. Bachmann
  • Die kindlichen Entwicklungsstufen und ihr gemalter Ausdruck
  • Gemeinsame Bildbetrachtung und Austausch


Veranstaltungsorte und Termine:
Osterberg-Institut: 22.-26. August 2018
Odenwald-Institut: 3-Teiler: 29.-31.3.2019, 11.-14.10.2019 und 27.-29.3.2020


Anmeldung und Preise
www.osterberginstitut.de
www.odenwaldinstitut.de